Revell Airbus A400M Atlas

Eigentlich bin ich Modellflieger, das bauen liegt mir gar nicht so sehr, klar baue ich ab und zu mal ein ARF Modell das dauert bei mir aber meist mehrere Monate. Trotzdem war mir irgendwie danach mal so ein Plastikmodell zu bauen. Ich werde hier keinen Klassischen Baubericht schreiben sondern ich schreibe über meine Erfahrungen und Eindrücke. Ich werde euch Tipps und Tricks erzählen welche auf meinen Erfahrungen Basieren, aber auch welche die ich vorher von Erfahrenen Plastikmodellbauern bekommen habe.

Als Testmodell habe ich mir den Airbus A400M Atlas im Maßstab 1:144 von Revell ausgesucht. Wieso genau der? Zum einen natürlich weil ich mich als Modellbauer mehr für Flugzeuge als für Panzer oder so Interessiere zum anderen hatte ich die Hoffnung das durch die Großen Rumpf und Flächenteile sich die Fummelarbeit  mit kleinen Teilen in Grenzen hält. Wenn man sich bei der Auswahl des Modells unsicher ist, kann es hilfreich sein sich die Anleitungen der Modelle, die in Frage kommen, vorweg einmal durchzulesen. Diese findet man auf der Website von Revell. So kann man ganz gut den Aufwand, das Modell zu bauen, abschätzen. Die Modelle sind Eingestuft in verschiedene Schwierigkeitsgraden: Level 1-5. Man sollte sich von diesen Schwierigkeitsgraden nicht all zu sehr abschrecken lassen, die richtigen Bausätze zum kleben und anmalen fangen nämlich erst bei Level 3 an, mein A400M war Level 4 und ich kann schon einmal vorweg nehmen: Der Bau dieses Modells hat mich nicht Überfordert.

Was ist zu tun?

Am einfachsten lassen sich die Teile mit einem feinen Seitenschneider heraustrennen.

Wenn man sich jetzt für ein Modell entschieden hat braucht man die passenden Farben, die Grundfarben stehen außen auf dem Karton die Zusatzfarben stehen in der Anleitung und auf der Website von Revell. Wenn man das Modell besonders detailliert bauen möchte und mit allen Farben anmalen möchte, wird man feststellen, dass das eine ganze Menge sind. Bei meinem Modell wären das 15 verschiedene Farben gewesen. Ich habe vorher in die Anleitung geguckt und selbst entschieden welche Farben ich haben möchte. Die Farbe für Rumpf und Tragflächen sollte man aus 80% Staubgrau und 20% Weiß mischen, da mir das zu viel „Macherei“ war habe ich statt der Mischung einfach das Hellgrau benutzt, mit dem Ergebnis bin ich Zufrieden. Für die Großen Flächen wie den Rumpf und die Tragflächen habe ich die Revell Sprühfarbe benutzt, für den Rest die Aqua Farben im Gegensatz zu den Emaile Farben lassen sich die Aqua Farben viel besser Verarbeiten, man kann sie mit Wasser verdünnen und die Pinsel auch einfach mit Wasser ausspülen, preislich sind sie nicht wirklich teurer, es ist einfach etwas mehr drin.

Neben den Farben braucht man auf jeden Fall einen kleinen Seitenschneider um die Teile aus den Gittern zu schneiden, ein Skalpell um das um die Nasen ab zu schneiden an die man nicht mit dem Seitenschneider kommt, eine Pinzette um kleine Teile an die richtige Stelle zu setzen, verschiedene Pinsel um die Farbe aufzutragen und natürlich den Kleber, Contacta Professional um die Teile zusammen zu kleben. Ich habe das Model-Set Plus von Revell benutzt, dort hat man das ganze Werkzeug zusammen. Im Nachhinein kann ich aber mehr empfehlen sich das Werkzeug einzeln und eine Qualitätsstufe höher zu kaufen. Zusätzlich hatte ich noch das Pinsel-Set: Painta Aqua, in dem Set sind große und kleine Pinsel, extra für die Aqua Farben.

Es ist einfacher die Bauteile erst anzumalen und dann aus dem gitter heraus zu knipsen

Wenn man jetzt alles zusammen hat kann es endlich mit dem Basteln losgehen. Grundsätzlich kann man jetzt einfach Schritt für Schritt die Anleitung durcharbeiten, es kann Sinnvoll sein sich die Anleitung vorher einmal komplett durchzulesen und manche Arbeitsschritte vorzuziehen um es sich später einfacher zu machen. Bei jedem Bauschritt werden als erstes die benötigten Bauteile angemalt und dann erst zusammengeklebt. Man macht es sich auch deutlich leichter, wenn man die Teile erst anmalt und dann aus dem Gitter herausknipst, so hat man noch etwas zu anfassen. Die Aufkleber werden in der Anleitung auch erst ganz zum Schluss aufgeklebt manchmal ist es auch hier einfacher das früher zu tun. Zum Beispiel bei meinen Rumpfhälften: Die habe ich als erstes Grau angesprüht, dann habe ich die Wasserschiebe-Bilder aufgebracht. Die Wasserschiebe-Bilder werden als Erstes ausgeschnitten z.B. mit einem Skalpell, dann in Wasser ca 1-2 min eingeweicht und dann holt man das Bild am besten mit einer Pinzette aus dem Wasser heraus, hält es mit der Pinzette an die richtige Stelle und zieht es dann mit der anderen Hand mithilfe eines Zahnstochers von dem Papier runter an die Richtige stelle. Jetzt kann das Bild mit einem Tuch trocken getupft werden, dabei sollte man es aber mit einem Zahnstocher Festhalten, damit es nicht verrutscht. Als alle Bilder auf dem Rumpf aufgeklebt waren habe ich sie mit dem Deacal Soft eingepinselt, das kann ich sehr Empfehlen denn dadurch halten sie besser und sehen besser aus. Jetzt habe ich die Hälften aus den Gittern getrennt und für ein Perfektes Ergebnis noch mit Klarlack übergesprüht. Die Fenster kann man mit dem Normalen Kleber einkleben dann muss man aber sehr vorsichtig sein, denn wenn man zu viel Kleber benutzt und ihn auf die Klarteile schmiert werden die Teile milchig, um das zu vermeiden habe ich Contacta Clear benutzt, dieser ist anders zusammengesetzt und greift die Teile nicht an.

 

Fazit

Zum Schluss habe ich die Rumpf hälften noch mit Klarlack übergesprüht

Ich werde jetzt mit Sicherheit nicht der Große Plastikmodellbauer werden, aber ich kann mir gut vorstellen das dieser Bausatz nicht der Letzte gewesen ist. Das bauen macht nämlich Spaß! Auch wenn man nicht der große Bastelfan ist freut sich jeder der Interessiert ist an Autos, Schiffen oder Flugzeugen über die vielen kleinen Originalgetreuen Details der Modelle. Besonders gut fand ich das man einfach Anfängt und Aufhört zu Bauen wann man möchte. Bei meinen Flugmodellen habe ich immer das Problem das ich etwas Baue und dann fällt mir auf das z.B. mir die passende Schraube fehlt, dann muss ich erstmal los und mir die passende Schraube besorgen. Hier hat man alles zusammen. Wenn ihr also etwas Zeit jetzt gerade in der Zeit wo das Wetter nicht so schön ist, im Herbsturlaub oder zwischen Weihnachten und Neujahr habt, kauft euch doch mal so ein Modell und baut das. Man kann sowas auch prima zu zweit bauen, der eine klebt die Sachen für Schritt 5 zusammen und der andere mahlt schon mal die Teile für Schritt 6 an.

Das habe ich in diesem Bericht Benutzt
Modell : Airbus A400M ATLAS
Werkzeug : Model-Set Plus 
Skalpell : Hobby Messer mit Ersatzklinge
Pinsel : Painta Aqua
Kleber : Contacta Professional
Kristallklar-Klebstoff : Contacta Clear
Decal Soft : Decal Soft, 30ml
Sprühfarbe : Spray hellgrau, matt USAF
Klarlack :
Aqua-Farbe : Aqua olivgrau, matt
Aqua-Farbe : Aqua grau, matt
Aqua-Farbe : Aqua staubgrau, matt
Aqua-Farbe : Aqua hellgrau, seidenmatt
Aqua-Farbe : Aqua hellgrau, matt
Aqua-Farbe : Aqua weiß, matt
Aqua-Farbe : Aqua silber, metallic
Aqua-Farbe : Aqua schwarz, seidenmatt

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2 Gedanken zu „Revell Airbus A400M Atlas

  • 21. September 2018 um 11:28
    Permalink

    Wenn du dir wirklich vorstellen kannst das dieses modell nicht dein letztes ist kann ich dir auf jeden fall den Airbus A350 von revell empfehlen erstens er ist mein absolutes Lieblings Flugzeug zweitens ist er meiner Meinung nach der beste revell bausatz und drittens hat er als bausatz alles was der A380 von revell nicht hat und Qualität finde ich einfach wow mit freundlichen grüßen der Airbus könig Steven

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