Goblin Fireball 280 – Ein Baubericht

Bereits seit Sommer 2017 ist mit dem Goblin Fireball 280 ein kleiner Goblin Heli unterhalb der 450er Klasse auf dem Markt. Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit den Heli mal zu bauen und möchte allen, die einen kleinen High-End RC-Heli suchen an meinen Erfahrungen beim Aufbau behilflich sein.

Was ist im Karton

Vor dem Aufbauen kommt jedoch das Auspacken und deshalb sei hier zunächst ein kurzer Blick auf die Bestandteile des Baukastens geworfen. Die gelieferten Komponenten sind, je nach Größe ordentlich in Pappkartons verpackt, bzw. sehr sicher in Schaumteile eingebettet. Alle für die Baugruppen benötigten Kleinteile sind in Tütchen mit fortlaufender Nummerierung verpackt. Die Nummerierung entspricht dabei den in der Anleitung angegebenen Bauschritten und ist bei den meisten Baugruppen nochmals in Untergruppen unterteilt.

Was braucht man noch

Der Zusammenbau ist in der Anleitung sehr übersichtlich dargestellt.

Der Lieferumfang des Goblin Fireball 280 umfasst neben der reinen Mechanik und der Haube auch den Motor, den Regler und alle Servos. Da Goblin beim Motor einen Sonderweg geht, ist dies auch Sinnvoll. Der Fireball verfügt, über einen sehr großen Motor, der ohne Umweg über ein Untersetzungsgetriebe direkt die Hauptrotorwelle antreibt. Dieses Konzept wurde meines Wissens zuvor nur beim LMH Heli und dem daraus weiter Entwickelten FunCopter jemals zuvor umgesetzt.

An weiterem Zubehör ist also nur noch der Akku, ein Empfänger bzw. Satellit und ein Flybarless System notwendig. Da der Goblin Regler über einen Drehzahlsensorausgang verfügt, bietet sich das V-Stabi an, welches den Drehzahlausgang für seinen sehr guten Governor verwenden kann.

Los geht es mit Bauen

Die Teile für die jeweilige Baustufe finden sich im Numerierten Tütchen.

Nun aber zum Aufbau des Helis. Die Anleitung, die ich auf den Baustufenfotos zum teil mit fotografiert habe, ist sehr übersichtlich und listet die jeweils für eine Baustufe benötigten Teile-Tütchen genau auf. Wie bei jedem Heli, sollten alle Metall in Metall Verschraubungen mit einem Schraubensicherungslack wie. z.B. Loctite 243 gesichert werden. Es handelt sich dabei um einen sogenannten anaeroben Kleber. Das heißt, dass der Kleber an der Luft flüssig bleibt. Erst unter Luftausschluss und bei Anwesenheit von Metallionen, also im zusammengeschraubten Gewinde, wird der Kleber fest. Dies ist von so großer Wichtigkeit, dass ich immer wieder darauf hinweise. Wenn ich also immer wieder mal von Loctite rede, dann meine ich genau das.

  • Als ersten Bauschritt wird das Chassis des Fireball zusammengesteckt und verschraubt. Dabei verschwindet gleich auch noch  das Heckservo im Rahmen, ohne dass es dazu einer weiteren Schraube bedarf. Achtung!!! Das Heckservo lässt sich aufgrund seiner vom Standard abweichenden Impulsfrequenz nicht mit einem üblichen Servotester auf Mitte stellen, leider ist dieser Umstand in der Anleitung nicht erwähnt. Wichtig wird dies später auch beim Einstellen des Flybarless-Systems.
  • Nachdem dann noch das Landegestell am Chassis montiert ist, ist danach der Heckrotorkopf an der Reihe. Die Teile rutschen quasi in Lego Baukastenmanier zusammen. Wer sich genau an die Anleitung hält ist auf der sicheren Seite und hat Spaß beim Bauen.
  • Der „Massive“ Motor mit der angeschraubten Riemenscheibe für den Heckantrieb.

    Die Teile für die kommenden Arbeitsschritte finden sich dann in insgesammt sechs mit den Nummern 5 und  5-1 bis 5-5 gekennzeichneten Beuteln. Recht massiv im Vergleich zum doch sehr filigranen Hubschrauber ist der Antriebsmotor. Die quasi in den Motor integrierte Riemenscheibe wird mittels 4 Schrauben mit der eigentlichen Motorglocke verschraubt. Da man hier später nur noch sehr schwer dran kommt ist es hier besonders wichtig auf gar keinen Fall das Sichern mit Loctite zu vergessen.

  • Bevor der Motor endgültig seinen Platz im Chassis findet muss unbedingt der beiliegende Regler montiert werden. Montieren ist allerdings eigentlich das falsche Wort, denn der Regler passt „saugend“ an den dafür vorgesehenen Platz. Ein Sichern mit Kabelbinder wäre fast nicht nötig, ist aber dennoch sinnvoll.
  • Nachdem das Chassis weitestgehend komplett ist, ist es Zeit das Heckrohr mit dem Chassis zu verbinden und das Antistatikkabel, sowie andere Kabel zu verlegen. Zwar werden die Stecker für den Regler mitgliefert, diese sind jedoch noch nicht mit den Motorkabeln verlötet. Jetzt kann der Modellbauer also zeigen, dass er nicht nur schrauben, sondern auch löten kann 😉
  • Nach diesem kurzen Ausflug darf wieder geschraubt werden, es wird Zeit für die Taumelscheibenservos. Diese finden zunächst in 2 Halterungen Ihren Platz, bevor sie dann ans Chassis montiert werden.
  • Die Taumelscheibenservos werden zunächst in die beiden Halter eingebaut.

    In den mit 7 bis 8 gekennzeichneten Beuteln finden sich dann endlich die Teile für Rotorkopf und Taumelscheibe und Gegenlager. Hier wird der Heli endlich zum Heli. Der Goblin ist trotz Direktantrieb so konstruiert, dass Motorwelle und Rotorwelle 2 verschiedene Teile sind. Dank dieser Konstruktion wird es später viel weniger aufwändig mal die Rotorwelle zu tauschen, falls der Fireball eine Crash erleidet. Es lohnt sich bei jedem Modellhubschrauber diese Bau-Schritte ausgeruht und mit besonderer Sorgfalt anzugehen. Die Flugeigenschaften des fertigen RC-Helis hängen entscheidend davon ab, ob im bereich der Hauptrotoransteuerung alles perfekt passt. Auch wenn man den Heli dringend in die Luft bekommen möchte es hat sich bewährt hier eine Pause einzulegen und am nächsten Tag mit neuer Frische weiterzubauen.

  • Als letzte Bauschritte bleiben die mechanische Grundeinstellung, der Einbau der Fernsteuerung und des V-Stabis sowie dessen Einstellung.

Zum Redaktionsschluss wurde die Zeit für diesen Artikel dann doch noch richtig knapp. Als Titelbild gibt es deshalb nur ein Stock Foto und der Bericht über die Flugeigenschaften und die Einstellwerte gibt es deshalb hier erst am 23.03.2018 zu lesen.

Fragen oder Anmerkungen? Die beantworte ich natürlich wie immer gerne, schreibt mir einfach als Kommentar zu diesem Artikel

 

Ein Gedanke zu „Goblin Fireball 280 – Ein Baubericht

  • 28. November 2018 um 20:56
    Permalink

    Guten Tag,
    Sehr gute Erklärung!
    Habe mir selbst den Fireball havok geholt, wo die Servos, Motor, Regler, etc. dabei sind. Nun zu meiner Frage!
    Habe die Servos um sie auf Null zu stellen beim Empfänger angeschlossen, die 3 Taumelscheibenservos funktionieren einwandfrei, das Heckservo hat sich einmal gedreht und regaiert nicht! Wenn ich es ausstecke und erneut anstecke dreht es wieder aber reagiert auch wieder nicht! Verstehe das mit der Frequenz des Servos nicht ganz…
    es würde mir sehr weiter helfen wenn sie mir eine Lösung vorschlagen könnten!
    Mit freundlichen Grüßen

    Antwort

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